24. Juli 2006

Im Blickpunkt: Meine Hörgewohnheiten

Ich wollte schon länger mal wissen, wieso mir eigentlich die Musik gefällt, die mir gefällt. Deshalb habe ich am Wochenende meine ständigen super-top-Lieblingslieder zusammengesucht und diese Liste einer kritischen Prüfung unterzogen. Mit folgendem Ergebnis:

Sagenhafte 56,1% meiner Lieblingslieder gehören in die Kategorie Pop, stabile 26,6% in die Kategorie PostPunk und immerhin 17,3% stammen aus der Sparte Soul/R&B.

Jetzt weiß ich endlich, dass ich Rockmusik doof finde! Übrigens: die 56,1% Popmusiknummern teilen sich wiederum auf in 40,48% normalen Pop, 35,72% IndiePop, 14,28% FranzPop und 9,52% BritPop.

Aber es geht noch weiter. Mein "Mitbewohner" stellt mir sein phänomenales Gehör zu Verfügung; hier the Results:

Von meinen Lieblingsliedern sind
20,2% in G-Dur
17,4% in A-Dur
13,4% in e-Moll
9,4% in C-Dur
8,2% in D-Dur
8,2% in E-Dur
5,4% in H-Dur.

Die Anderen/Sonstigen sind leider an der 5%-Hürde gescheitert.

Aus diesen Ergebnissen zu schließen, dass ich Popmusik in G-Dur gut finde, wäre allerdings zu kurz gegriffen. Denn G-Dur spielt in den Popmusikstücken eine eher untergeordnete Rolle; die vorherrschende Tonart ist dort A-Dur (16,67%) und e-Moll (14,29%).

Im PostPunk sind 25% der Stücke in A-Dur und 25% in G-Dur (Kommentar "Mitbewohner": Typisch Punker, die können nur A-Dur und G-Dur).

Die ausgewogenste und zugleich eingeschränkteste Musikrichtung ist übrigens BritPop: Dort tauchen nur vier Tonarten auf, nl. e-Moll, E-Dur, G-Dur und h-Moll, und alle haben einen Anteil von 25%.

Im Soul/R&B-Genre sieht es so aus: 38,5% der Lieder sind in G-Dur, 30,8% in e-Moll; A-Dur spielt hier keine Rolle. Was denn? Ist Soul-Musik etwa das Bindeglied zwischen Pop und PostPunk? Wenn das publik wird, ich glaube, dann muss die Musikgeschichte neu geschrieben werden!!

Bis dahin werde ich weiterhin PostPunk in A-Dur und G-Dur, Pop jedoch in e-Moll hören.

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6 Kommentare:

Anonymous Pippolina

Liebe Rosine, kennst du SPSS, das Statistikprogramm für Sozialwissenschaftler? Mir scheint, du könntest damit sehr viel Spass haben.

24. Juli 2006 um 14:50  
Anonymous Kosta

DAS ist eine Statistik wie ich sie mag. Endlich! Danke! Werde wohl mal Deinen "Mitbewohner" konsultieren, um zu klären, welche Tonart ich selbst bevorzuge. Ich vermute, es sind die eingängigen Melodien, keine komplizierten, wechselnden Tonarten. Neulich habe ich einer Vertrauten erzählt, dass ich, im Bereich Jazz, am liebsten Les McCann höre. Sie erwiderte ganz schroff, dass das ja die eher "leichte" Sparte sei. Vielleicht ist das so, wie wenn man sagt, man sei Cineast und dann aber Filme wie The da Vinci Code guckt.

24. Juli 2006 um 20:48  
Anonymous DameMaus

Liebe Frau Rosine, ich bin beeindruckt von der Statistik und nicht zuletzt auch vom Gehör Ihres Mitbewohners! Aber, ist das Urlaubsentspannung oder einfach Langeweile?
Mit herzlichem Gruß aus der Heimat, DameMaus :-)

24. Juli 2006 um 21:59  
Anonymous lonely

Ich hör nur traurige Musik, in e-moll oder in a-moll. Interessiert das jemanden? Wahrscheinlich nicht. Entschuldigung dass ich lebe.

25. Juli 2006 um 03:10  
Blogger ROSINE

Mich interessiert das, lonely, ich freu mich, wenn hier jemand etwas schreibt.

Und was meinen "Mitbewohner" betrifft: Ich weiß, er ist eine Perle. Was der alles kann! Z.B. Zerrbilder malen oder hören, in welchem Ton der Kühlschrank brummt.

25. Juli 2006 um 09:25  
Anonymous Juste

Was sind nochmal Zerrbilder?

25. Juli 2006 um 12:15  

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