Bericht aus Venedig und aus Triest
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Brüssel – Stadt ohne Bänke. Ohne Bänke, nicht ohne Banken! Banken wird es wohl geben in Brüssel, das habe ich nicht überprüft, aber Bänke gibt es definitiv keine in dieser Stadt. Schließlich wollen all die tausend kleinen Brasserien besucht werden. Da braucht man keine Sitzmöbel im öffentlichen Raum. In Brüssel gibt es sogar Vergünstigungen für Angestellte, wenn sie in einer Brasserie zu Mittag essen, anstatt sich was von zuhause mitzubringen. Was bei uns also das Jobticket, ist in Brüssel der Jobbrasseriebesuch. Vegetariern muss von einem Brüsselbesuch allerdings strikt abgeraten werden. Außer Fleisch gibt es nur Muscheln und wer weder das eine noch das andere mag, muss sich von Fritten ernähren, dafür dann aber mit fünfzehn verschiedenen Soßen. Oder von Pralinen. Pralinen – das ist bekannt – gibt es hervorragende in Brüssel. Nicht selten muss man beim Stadtbummel die Brille herausholen, um überhaupt erkennen zu können, ob es sich bei einem Geschäft um einen Juwelier oder um einen Pralinenladen handelt. So werden in Brüssel Pralinen behandelt! Wie Juwelen!
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Endlich habe ich mein eigenes Leben wieder! Wochenlang im Hotel wohnen macht keinen Spaß, auch wenn es in Frankfurt am Main ist, wo längere Hotelaufenthalte kein Einzelschicksal und keine Seltenheit, sondern im Gegenteil total normal und somit gang und gäbe sind. Übrigens, noch blöder als im Hotel wohnen müssen ist krank im Hotel wohnen müssen.
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*Ich habe einige ruhige, beinahe stinklangweilige Ferientage zunächst in München, dann in Niederösterreich und schließlich im Chiemgau/Oberbayern verbracht.
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Schimanski-Jacke on.
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Eine Art Heimspiel.
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Wien ist leiwand, eh klar. Große Teile von Wien, der 1. Bezirk mal ausgenommen, erinnern übrigens stark an die Karl-Marx-Straße in Neukölln. Hat man also mal keine Zeit, in die Ostmark zu fahren, spaziert man einfach die KMS auf und ab. Oder man liest das:
Geeiste Topfennockerln
20 dag Topfen (10%ig)
10 dag Staubzucker
Saft und Schale einer Zitrone
1 Packerl oder Sackerl Vanillinzucker
1 1/2 Blatt Gelatin
1/4 l Schlagobers
Topfen, Staub- und Vanillinzucker, Zitronensaft und -schale verrühren. Gelatin in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken, erwärmen. Zunächst einen kleinen Teil der Topfenmasse mit der Gelatin verrühren, dann alles vermischen. Zu guter Letzt den/die/das festgeschlagene/n Obers unterheben. Das Ganze im Eiskastl fest werden lassen. Nockerln ausstechen, dazu beliebiges Fruchtmus. Leiwand!
Super Geschäftsidee: In Wien Lilienporzellan kaufen, Café in Prenzlauer Berg aufmachen, vielleicht in der Milastraße, Filterplörre ausschenken. Hip in ein/zwei Jahren, möchte ich wetten.Labels: Bericht aus
Paddeln im Spreewald ist natürlich alles andere als ein Geheimtipp, das ist ein Klassiker, aber auch für den Kenner gibt es hier immer wieder Neues zu entdecken:

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Wenn man nach einigen Jahren wieder einmal nach Italien reist, stellt man fest:
* Nach wie vor hat der dunkelblaue Herrenpullover nirgendwo einen so hohen Stellenwert wie in Italien - aber Vorsicht: nur Rundhals- niemals V-Ausschnitt.
* Ein Umdenken in der Bettdecken- bzw. Bettbezugspolitik hat leider immer noch nicht stattgefunden. Hier herrschen geradezu verkrustete Strukturen.
* Das Mountainbike ist ein besonders bei Rentnern beliebtes Fortbewegungsmittel (Stichwort Strandpromenade).
* Immer wieder schön im Frühling: Die friedliche Koexistenz von Bikinis (Touristen) und Wintermänteln (Einheimische).
* Auch in Italien werden die Jeans unten wieder eng. Da der jugendliche Italienbewohner aber ganz genau um die Wankelmütigkeit der Mode weiß, kauft er sich nicht etwa wegen dieser Modetorheit neue Hosen, nein, die alten Bootcut-Jeans werden mit Sicherheitsnadeln sorgfältig hinten an der Wade eng gemacht.
* Extrem schön ist Portofino, gruselig dagegen die people, die dort rumlaufen: Möchtegern-Herrenmenschen mit Jeep und den dazugehörigen Goldbratzen. Was u.a. damit zusammenhängt, dass es in Portofino genau fünf Geschäfte gibt: Cartier, Missoni, Hermes, LV und Gucci. Oder war es Versace? Oder Dolce? Egal - so genannte Erste-Welt-Läden eben.
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