U-Bahnhof-Fliesen-Rätsel N°24
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Das gibt’s doch nicht. Ich fass es nicht. Das U-Bahnhof-Fliesen-Rätsel ist wieder da! Folge Numero 22. Coolio hoch zehn, oder?
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Das U-Bahnhof-Fliesen-Rätsel, ja klar! Das habe ich ganz vergessen. Kommt aber gleich. Zunächst zwei Vorsätze für 2010.
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Um das heutige U-Bahnhof-Fliesenrätsel lösen zu können, bedarf es etwas an popkulturellem Wissen, Kombinierfähigkeit (kombiniere, kombiniere) und Internetkompetenz.
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Es wird wirklich Zeit, dass es hier in meinem kleinen Laden - manche sprechen auch von einem Imperium - weitergeht. Apropos weitergehen. Wir starten ins neue Jahr mit Altbewährtem: dem U-Bahnhof-Fliesen-Rätsel. Entgegen landläufiger Meinung kehrt es sich nämlich auch mit alten Besen sehr gut; wichtig ist halt, dass man sie immer schön aufhängt und nicht auf den Borsten in einer Ecke rumstehen lässt. So, dann also ein U-Bahnhof-Fliesen-Rätsel. Supereinfach heute:
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Oben so:

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Folgendes: Es gibt in Berlin das Problem, dass man bei manchen Straßen nicht weiß, wie man sie korrekt ausspricht. Beispiel Podbielskiallee. Jahrelang war eines klar: Diese Straße heißt Podbiiilskiallee, mit einem langen i in der Mitte, Podbiiilski. Irgendwann jedoch - es muss um den Millenniumswechsel herum gewesen sein - begann tout le monde diese Straße Podbi-jäl-skiallee auszusprechen, mit j und einem langzogenen, gutturalen ä, Osteuropa-Style. Einen Riesenärger veranstaltet auch regelmäßig die Keithstraße. Wie spricht man das aus? So wie es geschrieben wird oder wie der englische Männervorname mit ti-äitsch? Ich weiß es einfach nicht. Derartige Unwägbarkeiten machen mich ein bisschen fertig. Als ich bei der Telefonauskunft gearbeitet habe, musste ich etliche Male ein solches oder ähnliches Gespräch führen: "Guten Tag, meine Name ist Rosine, was kann ich für Sie tun?" (es handelte sich um die Komfortauskunft) "Ja, hallo, ich hätte gern die Nummer von Gerd Bolk hier in Berlin." "Sehr gern, einen Moment, kommt sofort ..." (bei der Komfortauskunft musste man besonders freundlich sein! Man war sogar dazu angehalten, den Kunden während des Suchvorgangs ein kleines Gespräch, eine Gesprächsminiatur anzubieten, z.B. über aktuelle Ereignisse) "... so, ich sehe gerade, es gibt zwei Gerd Bolks in Berlin, der eine hat seine Straße nicht eintragen lassen, der andere wohnt in der Keith- oder Keith (englisch ausgesprochen)-Straße oder wie das heißt." "Ja, genau, den mein ich! Ich bin ja so froh, dass Sie auch nicht wissen, wie man diese Straße ausspricht!" (big Erleichterung auf der anderen Seite der Leitung, ich schwörs) Meist tauschte man sich dann noch schnell über andere Angstgegner-Straßen aus. Lewishamstraße. Luis-häm oder Lui-schäm? Fidicinstraße. Ehrlich, ich kenne Leute, die in der Fidicinstraße wohnen und es so langsam leid sind, auf die Frage, wo sie wohnen, sagen zu müssen Ich wohne in der Fiditschin- oder Fidizin- oder Fidikin-keine Ahnung, wie man das ausspricht-Straße.
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Vor einigen Jahren, 1999, 2000, don't know, las ich einmal in einem Lifestylemagazin in einer Homestory über die mir unbekannte Moderatorin und Sängerin Kim Fisher, sie habe sich ihr Wohnzimmer, vielleicht war es auch ihre Küche, das weiß ich nicht mehr, in demselben Grün streichen lassen, in dem der Verkaufsraum des seinerzeit neueröffneten Prada Flagship Stores am Kurfürstendamm gestaltet war. Im sogenannten Prada-Grün also. Zwei Seelen, eine Idee: Im Jahr 2003 ließ die BVG den heute gesuchten U-Bahnhof sanieren - in Prada-grün und off white.
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Sieht schlecht aus im Moment mit den U-Bahnhof-Fliesenrätseln. Ich fahre im Moment nicht U-Bahn. Ich fahre Fahrrad, eventuell S-Bahn, das dann aber wiederum nur mit dem Fahrrad. Dann kann man mich dabei beobachten, wie ich auf sehr coole, sehr lässige Art und Weise mein Fahrrad zu einem Roller umfunktioniere, indem ich mit dem linken Bein auf dem linken Pedal stehe, während ich mit dem rechten Bein das Rad nach Rollerart "anschucke", und so über den Bahnsteig nach hinten, zum letzten Wagen, zum Fahrradwagen "brause", gleichsam in den Wagen "hineinfahre", um mich dann auf einen Sitz zu fläzen und mein Rad, das mittlerweile vor mir steht, wiederum auf sehr, sehr coole Art mit nur einem Fuß am unteren Rahmen "festzuhalten". Dann lese ich etwas, z.B. das Mieter Magazin oder einige Âventiuren aus dem Nibelungenlied. Je nachdem halt.

Seinen eigentlichen Anfang nahm das Abenteuer erst, als sie in XXX ausstiegen. Der D-Zug ruhte lang und dunkel in der Halle unter dem Holzdach - sie durchschritten einen Tunnel, oben, in hellem Sonnenlicht, stand die Kleinbahn, wie aus Holz gefügt, steif und verspielt.
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Die BVG hat heute die U-Bahnhöfe aufgesperrt - es können also wieder Fliesen fotografiert werden:

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Mann, mann, mann, das U-Bahnhof-Fliesen-Rätsel ist heute ja voll baby. Täusche ich mich, oder war es vor vielen Jahren in Grundschulkreisen in zu sagen, etwas sei voll baby, wenn etwas sehr einfach war? Wie gesagt, ich kann mich täuschen, was aber natürlich nichts daran ändert, dass das Fliesenrätsel heute wirklich einfach nur voll baby ist:
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Leser des Adelsblattes "Wir Adligen" könnten beim heutigen Rätsel das entscheidende Quentchen bzw. Quäntchen Wissen mehr haben, das sie zur Lösung führt. Der gesuchte Bahnhof nämlich wurde nach der Großmutter des Ehemannes von Prinzessin Caroline von Monaco benannt.
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La vie est un long fleuve tranquille, n'est-ce pas? Oder so ähnlich. Nichts los. Nur Fliesen.
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So, wo ist das?


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Diesmal gibt es sogar etwas zu gewinnen. Wo ist das?

Für mich ist XXX einer der merkwürdigsten Dichter. Er schrieb im Fort Joux bei Pontarlier im Jura die Tragödie XXX, die der ausgeglichenste deutsche Dichter, wobei ich von Goethe spreche, vorsichtig mißbilligte. XXX war, möchte man sagen, darum, daß er schon in jungen Jahren nach Paris reiste, was sich meines Wissens kaum einer seiner Zeitgenossen herausnahm, ein ausgesprochener Europäer. Er wollte die Welt sehen, und er sah sie. In Paris scheint er sein Erstlingsdrama, die XXX, einen meiner Meinung nach erstrangigen Wurf, verfaßt zu haben. Eigenartigerweise ließ er sich hernach im Schweizer Städtchen Thun blicken. Was dieser Städtename nicht schon an sich für einen schönen Ton hat! Weshalb er sich gerade dort ansiedelte? Hätte er nirgends anderswo den XXX dichten können, der später in Weimar eklatant durchfiel? (...). Er scheint im übrigen für den Mund des Schauspielers, will sagen, die Bühne, eine wesentlich zu bildreiche Sprache gesprochen zu haben. Daß ihn seine Familie als überspannt empfand, versteht man ohne weiteres. Beim XXX, dem letzten Werk seiner gleichsam fulminanten Feder, angelangt, bin ich mutig genug, mich für berechtigt zu halten, auszusprechen, daß dies Schauspiel mit dem Fehler der Tadellosigkeit geziert sei. Eine allzu saubere Arbeit entbehrt irgendwelcher Wirkung. XXX erreichte ein Alter von nur vierunddreißig Jahren.Den Namen des Dichters und des U-Bahnhofs herauszufinden ist einfach, möchte ich meinen. Wem es gelingt, alle XXX richtig aufzulösen, dem winkt als Preis ein Buch meiner Wahl von Robert Walser.
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Auch für Nicht-Berliner lösbar. Also: Wo ist das?

Unser Brandenburger Tor hat schon so vieles gesehen, und mit Schnauze und Humor, da wirds schon weitergehen...Wie heißt der Bahnhof und wie das Lied von Hilde Knef?
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