6. November 2006

Resteverwertung

Weil nichts los ist und ich sowieso keine Zeit habe, gibts heute eine Restemahlzeit. Ich schau jetzt mal, was sich in meinem Notizbüchlein findet, in welchem ich Interessantes und Kurioses zur eventuellen Weiterverwertung aufnotiere. Raschel, raschel, blätter, blätter, aha:

*Ein Auge ohne Wimperntusche ist wie ein Bild ohne Rahmen - Diesen Satz habe ich vor ca. 22 Jahren mal in der Brigittezeitung gelesen und mir bis heute gemerkt, obwohl oder wahrscheinlich gerade weil ich keine Wimperntusche benutze. Aber wieso habe ich das aufgeschrieben? Langweilig. Schminkere, schminko, schminksi, schminktum - sich anmalen, auch: schminken (konsonantische Konjugation).

*Windsurfing Grundschein 1986 - Au, ein weiteres Highlight meiner absolut makellosen 80er-Sozialisation. Ein Surfschein, Malcesine/Gardasee, Swatch-Uhr. Mein "Mitbewohner" hat auch einen Surfschein, aber vom Chiemsee. A propos Chiemsee: Gibts eigentlich noch diese Klamottenmarke Windsurfing Chiemsee?

*Gymnasiast, schwarzer Mantel und Herrenhut, Reclam-Heftchen - Auch langweilig. Ein Gymnasiastentypus, den es immer geben wird. Schreibt für die Schülerzeitung. Zukünftiger Philosophie-, Komparatistik-, Germanistik-Student.

So, was steht da noch? Ah ja:

*Alte Nähmaschinenunterteile mit Marmorplatten oben drauf als Kneipentische - Es gibt sie noch, habe ich mit eigenen Augen gesehen.

Jetzt habe ich mein ganzes Pulver auf einmal verschossen. Guten Appetit.

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3 Kommentare:

Anonymous barbobarbie

Liebste Rosine,
vielleicht könnte ich dir mit folgendem behilflich sein: vor wenigen Minuten bin ich nämlich vom Mittagstisch (à propos: sehr schön ist es auch, wenn einem am Telefon beschieden wird, dass der gewünschte Gesprächspartner "zu Tisch" sei - aber zurück zum Thema) - ich bin also vom gemeinsamen Essen mit meinen beiden österreichischen Kolleginnen gekommen. Während des gesamten Essens hatten sie es über Maschen, Doppelmaschen (wir reden hier von Schuhen und Geschenkbändern) und über Schuhbänder. Und auf dem Rückweg hat eine sich beschwert, dass man bei Karstadt keine Mistkübel kaufen könne.
Ich gehe jetzt wieder mit meinen deutschen Muttersprachlern essen.

9. November 2006 um 13:27  
Blogger ROSINE

Barbobarbie, vielleicht kannst Du Deine österreichischen Kolleginnen hiermit beeindrucken: Fisolen = Bohnen, Giftler = Drogensüchtiger, Sandler = Penner, Mistkübelstierer = jemand, der in Mülleimern wühlt.

10. November 2006 um 19:38  
Anonymous Hokus Pokus

Sehr geehrte Frau Rosine,
vielen Dank für das köstliche Restmahl, das Sie uns geneigten Besuchern kredenzen. Wenn ich vielleicht folgendes als Sättigungsbeilage hinzusteuern dürfte:
- Möhrchen ohne Schweineöhrchen sind wie Fasching ohne Ententanz.
- Nähmaschinentische mit Marmorplatten sind das eine, Muschellampen oder leuchtendes Obst als Lichtquelle das andere.
- Wer in den 80er Jahren "Sylt"-Pullis trug, fährt heutzutage meistens einen Jeep.
- Über Finnland haben die meisten Menschen keine Meinung.

PS: Tragen Sie auch diesen Winter wieder konsequent eine Sonnebrille? Ich muss das wissen, damit ich rechtzeitig meinen Hut lupfen kann (wenn ich Ihnen auf dem Boulvard begegne).

22. November 2006 um 16:54  

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