27. Januar 2008

Hanni und Nanni und ihre Homies. Part VIII: Lucie Oriell.

Lucie Oriell. Eine zum Hassen. Ein Gute-Laune-Monster. Lucie Oriell "war sehr klug. Nichts war ihr zu schwierig. Sie hatte ein erstaunliches Gedächtnis und war immer lustig und guter Dinge" (Blyton 1966:18). Lucie weiß alles, Lucie kann alles. Kotz. Ein Pracht-, ach, woher denn, ein Über-Prachtmädchen. Aber die Hühnchen stehen drauf:

"Wie sie sich mit Mamsell auf französisch unterhält!" bzw. "Wie sie in der Zeichenstunde malt! Wie sie ellenlange Gedichte aufsagt (...)!" (ebd.), schwärmt Doris. Jenni dagegen findet Lucie "intelligent, verantwortungsbewußt, freundlich" (ebd.:19). Und Hilda schleimt unterdessen: "Sie kann einfach alles!" (ebd.:21).

Ich wette, sie spielt auch hervorragend Handball. Bestimmt war sie in ihrer alten Schule Mannschaftsführerin. Damn, I am right: "(...) Lucie Oriell spielte hervorragend Handball. In ihrer alten Schule war sie Mannschaftsführer gewesen." (ebd.). Und Hanni bekommt sowieso nichts anderes mehr heraus als "Ich glaube, du hast recht, Lucie" (ebd.:89), während Hilda skandiert: "Ja, Lucie hat recht" (ebd.).

Übrigens. Auch der Lehrkörper rastet komplett aus: "Alle Lehrerinnen hatten Lucie Oriell gern und bewunderten ihre schnelle Auffassungsgabe und ihr erstaunliches Gedächtnis" (ebd.:122). Und Frl. Theobald versteigt sich sogar zu der Aussage "(...) du bist ein Mädchen, das dazu beiträgt, den Geist dieser Schule aufrechtzuerhalten (...)" (ebd.:106), als sie "(...) in Lucies ehrliches Gesicht schaut" (ebd.). Haha. Gesicht! Ehrlich! Sind wir denn jetzt ein Irrenhaus hier auf Schloss Lindenhof? Pass bloß auf, Frl. Theobald, dass dir dieser devil in disguise namens Lucie Oriell nicht die Zügel aus der Hand nimmt! Ooooppppsss, zu spät, Lucie macht sich bereits anheischig zu entscheiden, wer wann wieso die Schule zu verlassen hat:
"'Nun hört zu', sagte Lucie (...). 'Hört zu! Ich habe euch noch etwas zu sagen.' Plötzlich verstummten alle. Lucie teilte ihnen mit, daß Erika nach Hause geschickt würde (...). Man wollte ihr die Möglichkeit geben, woanders neu zu beginnen. 'Hoffen wir, daß sie die Lehre begriffen hat und in Zukunft nicht mehr so gemein ist', meinte Lucie zum Schluß. (...). Und so verließ Erika Lindenhof. Niemand vermißte sie, und niemand winkte ihr nach (...)" (ebd.:108f.).
Lucie, du nervst. Hoffentlich kommt Frl. Theobald bald zur Besinnung und schickt dich nach Hause.



Demnächst ein weiterer, exklusiver Vorabdruck aus dem zukünftigen Superseller Who is Who auf Schloss Lindenhof?

Literatur

Blyton, Enid (1966): Hanni und Nanni schmieden neue Pläne. München: Franz Schneider Verlag.

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4 Kommentare:

Blogger Erdge Schoss

Vielen Dank, liebes Fräulein Rosine, all die Jahre war ich auf der falschen Fährte. Nun erfahre ich endlich, wer Hanni und Nanni wirklich sind.

Herzlich
Ihr Erdge Schoss

30. Januar 2008 um 17:50  
Blogger ROSINE

Gerne, Herr Schoss, gerne, schließlich bin ich stets unterwegs im Auftrag der Wahrheit. Eines tät mich allerdings interessieren: Für wen bzw. was haben Sie denn Hanni und Nanni bisher gehalten? Vielleicht für Harry und Sally?

Nachdenklich,
Rosine

30. Januar 2008 um 20:11  
Blogger Erdge Schoss

Liebes Fräulein Rosine: für die da.

Herzlich
Erdge Schoss

31. Januar 2008 um 23:23  
Anonymous Stratosfährenkapitän

Ich glaube weder für Harry & Sally noch für die da, sondern wohl eher Poldi & Schweini. Oder für Medi & Zini oder Bambi & Klopfer bzw. C & A. Quatsch ich meine natürlich Tick, Trick & Track.

4. Februar 2008 um 22:20  

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